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Seite 1 von 5 Bankhaus Hafner gegründet 1914
Auszug aus der Gründungsurkunde:
 „Die Firma Anton Hafner pflegt in erster Linie das solide Effektenanlagegeschäft. Blanko- und Spekulationscredite dürfen grundsätzlich nicht gegeben werden. Größere Wechsel dürfen nur nach vorheriger Verständigung beider Vertragsschließenden herein genommen werden. Letzterer Geschäftszweig ist nach Möglichkeit zu beschränken.“
Die GründungDas Bankgeschäft Anton Hafner wurde kurz nach Ausbruch des ersten Weltkrieges im Jahre 1914 gegründet. Der Gründer Anton Hafner stammte aus einem Bauernhof in Dinkelscherben. 1881 geboren, ging er mit 13 Jahren nach Augsburg, um in der damaligen Stahlmann`schen Handelsschule, dem heutigen Jakob-Fugger-Gymnasium, die ersten kaufmännischen Grundlagen zu erlernen. Bei einer der 30 Privatbanken, die es vor dem ersten Weltkrieg in Augsburg gab, absolvierte er eine Banklehre.
Mit einem Startkapital von 30.000 Mark eröffnete er mit 33 Jahren ein Bankgeschäft. Von einem stillen Teilhaber, den er später auszahlte, erhielt er weitere 30.000 Mark.
Nur wenige Monate später kam für den jungen Unternehmer die erste Bewährungsprobe durch die Einberufung an die Front.
Die Bankgeschäfte wurden von einem Prokuristen weitergeführt.
Bei Kriegsende 1918 kaufte er das um 1600 erbaute Geschäftshaus Mittlere Maxstraße A 3 (jetzt Maximilianstraße 29) und das Hinterhaus A 95 (heute Judenberg 6).
In diesem Anwesen in zentraler Lage Augsburgs befindet sich die Bank heute noch.
Die Geldentwertung begann und strebte im Herbst 1923, als 1 Billion Mark auf 1 Rentenmark umgestellt wurde, ihrem Höhepunkt zu. Der Inflation mit ihrer verheerenden Dezimierung des Eigenkapitals und der nach einer kurzen wirtschaftlichen Blüte einsetzenden Deflation von 1931 bis 1933 mit über 7 Millionen Arbeitslosen fielen fast alle der vor dem ersten Weltkrieg in Augsburg ansässigen 30 Privatbanken zum Opfer.
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